Transition und Ginko-Tour

Wie alle Jugendliche, die das 18. Lebensjahr erreicht haben und damit aus der Betreuung der Kindermedizin herausgewachsen sind, dürfen auch chronisch kranke oder behinderte Kinder seit 2012 nicht mehr in der Kinderklinik über dieses Alter hinaus betreut und behandelt werden. Das bringt erhebliche Probleme mit sich, denn viele dieser Kinder wurden früher nicht erwachsen und die Erwachsenenmedizin ist darauf z.T. nicht vorbereitet.

Die häufig komplexen Syndrome mehrfach behinderter Kinder sind dort kaum bekannt - und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, wie sie in der Kinderklinik selbstverständlich ist, ist (noch) nicht institutionalisiert. Ein Großteil der Jugendlichen wurde daher bisher in der Kinder- und Jugendmedizin bis in das Erwachsenenalter weiterbetreut. Dies ist nun nicht mehr möglich, da die Krankenkassen die Kostenübernahme für Patienten über 18 Jahren ablehnen.

In der Weiterbetreuung der chronisch kranken und behinderten Jugendlichen gibt es zurzeit noch Versorgungslücken, die auf dem Wege der "Transition" geschlossen werden sollen.
Unter Transition versteht man die Überleitung schwerkranker, chronisch kranker oder behinderter Jugendlichen von der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin. Dabei geht es darum, die herangewachsenen Kinder und ihre Familien bei diesem Übergang so zu beraten und zu begleiten, dass eine gute medizinische und therapeutische Versorgung in der Klinik sowie außerhalb weiterhin gewährleistet ist.

FUNKE Tübingen e. V. hat einen Projektvorschlag ausgearbeitet und dem Zusammenschluss aller Fördervereine an der Kinderklinik Tübingen (unter dem Dach von Hilfe für kranke Kinder e.V) erfolgreich vorgeschlagen, dieses Projekt zum Thema der Ginkgo-Tour 2015 zu machen.
Die Tour Ginkgo ist eine mehrtägige Benefiz-Radtour, initiiert und organisiert von der Christiane Eichenhofer-Stiftung (die seit 1992 jährlich jeweils zugunsten eines Projekts startet, das kranken Kinder zu Gute kommt.

2015 rollt sie vom 25- bis 27. Juni von Tübingen aus für unser nun gemeinsames Transitionsprojekt.
Bei den sieben bis acht Etappenstopps pro Tourtag werden dem Fahrerfeld Spenden aus zuvor vor Ort veranstalteten Aktionen medienwirksam übergeben. Mehr unter www.tour-ginkgo.de.

Die tatkräftige Mithilfe von allen Fördervereinen, also auch von FUNKE Tübingen e.V. ist nötig, um dieses Mammutprogramm möglichst erfolgreich werden zu lassen.